Goji Beeren

Wenn man auf die Suche nach einem Nahrungsmittel geht, welches die wichtigsten Nährstoffe für den menschlichen Organismus in sich vereint, kommt man an der Goji Beere mittlerweile nicht mehr vorbei. Die auch als Bocksdornfrucht oder Wolfsbeere bekannte Frucht, mit der lateinischen Bezeichnung Lycium barbarum, ist ursprünglich in der Mongolei und in China beheimatet. In der traditionellen Chinesischen Medizin finden die Goji Beeren schon seit vielen Jahrtausenden Anwendung, um die unterschiedlichsten gesundheitlichen Beschwerden zu lindern und das Allgemeinbefinden zu verbessern.

In freier Natur findet man die Goji Beere auch in einigen Gebieten Tibets, und gerade diese Beeren haben aufgrund des höheren Vitalstoffprofils eine besonders ausgezeichnete Qualität. Die Goji Beeren gehören zu den Nachtschattengewächsen, doch im Gegensatz zu den meisten Pflanzen aus dieser Gattung, ist der Busch winterhart, und kann somit auch in Mitteleuropa gut kultiviert werden. Die Früchte stärken unter anderem das Immunsystem, wirken unterstützend bei der Entgiftung des Körpers und sorgen für eine gesunde Darmflora. Mittlerweile wurden zahlreiche Studien durchgeführt, welche die zahlreichen positiven Effekte auf die Gesundheit eindeutig belegen.

Die wertvollen Inhaltsstoffe der Goji Beeren

Goji BeerenAls Superfood werden Lebensmittel bezeichnet, die besonders reich an Nähr- und Vitalstoffen sind und unserem Körper somit auf unterschiedliche Art und Weise zugute kommen. Die Goji Beeren gehören eindeutig zu dieser Kategorie der Nahrungsmittel, denn sie enthalten eine große Menge an Nährstoffen, Antioxidantien, Mineralstoffen, Aminosäuren und sekundären Pflanzenstoffen, und das in der optimalen Zusammensetzung, so dass sie zu einer gesunden Ernährung beitragen können.

Spinat gehört zu den Lebensmitteln mit dem höchsten Eisengehalt, doch die Goji-Beere kann diesen noch übertreffen, denn schon eine Menge von 50 Gramm der getrockneten Beeren deckt den halben Tagesbedarf an Eisen. Die Böden, auf denen Landwirtschaft betrieben wird, sind heutzutage meistens sehr stark ausgelaugt, weshalb es vielen Nahrungsmitteln an Spurenelementen mangelt. Die Goji Beeren enthalten ganze 21 Stück davon, darunter vor allem Zink, Selen, Mangan, Chrom, Barium, Bor, Lithium, Zinn und das seltene Germanium. Der Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen in den roten Früchten ist ebenfalls sehr beachtlich, dazu kommen noch 19 essentielle Aminosäuren, die für viele Prozesse im Körper lebensnotwendig sind.

Vitamine der B-Gruppe und essentielle Fettsäuren können vom menschlichen Organismus nicht selbst hergestellt werden, die Goji-Beeren können ihn damit jedoch in ausreichendem Maß versorgen. Die in den Beeren enthaltenen Mineralien, wie zum Beispiel Phosphor, Magnesium, Kalium und Eisen können deren positiven Einfluss auf die Nervenfunktionen noch verstärken. Darüber hinaus können die asiatischen Beeren auch noch mit einem sehr hohen Gehalt an den Vitaminen A und C aufwarten, der Anteil an Vitamin C übertrifft sogar den der meisten Zitrusfrüchte. Zusätzlich findet man in den Goji Beeren auch noch Vitamin E, Betaine, Cyperone und wertvolle Carotinoide.

Antioxidantien sind für den menschlichen Körper enorm wichtig, denn sie können Zellschäden verhindern, die durch freie Radikale entstehen können, außerdem. Diese entstehen im Organismus durch die natürliche Oxidation, Strahlung und Hitze, und sie sind auch für den Alterungsprozess mitverantwortlich. Die antioxidative Wirkung der Goji Beeren konnte inzwischen durch mehrere Studien belegt werden.

Die positiven Effekte der Goji Beeren auf den menschlichen Körper

Die Inhaltsstoffe der roten Goji Beeren wirken auf vielfache Weise positiv auf unseren Körper ein. In erster Linie können sie unser Immunsystem unterstützen, der hohe Gehalt an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen hilft auch bei allgemeiner Abwehrschwäche. Für diese Wirkung sind vor allem die Polysaccharide, also komplexe Kohlenhydrate, verantwortlich, diese regen die T-Lymphozyten an, die für das menschliche Immunsystem eine besonders wichtige Rolle spielen. Bei vielen Allergien, Autoimmunerkrankungen oder auch Ashma, reagiert das Abwehrsystem einfach über, in diesem Fall können Goji Beeren regulierend wirken.

Basis für unser körperliches Wohlbefinden ist auch eine gesunde Darmflora, denn nur diese kann eine Besiedelung mit Keimen und Pilzen verhindern. Ist sie durch Fehlernährung, die Einnahme von bestimmten Medikamenten oder nach operativen Eingriffen gestört, so entwickeln sich in der Folge häufig nicht nur Verdauungsprobleme, sondern auch Unverträglichkeiten gegenüber Nahrungsmitteln. Goji Beeren können in diesem Fall eine Darmsanierung unterstützen und die Darmflora bei regelmäßigem Genuss wieder nachhaltig aufbauen.

In den Goji Beeren sind die Carotinoide Lutein und Zeaxanthin enthalten, welche die Leistungsfähigkeit der Augen verbessern können. Gerade bei der Behandlung von Grauem Star kann die Einnahme von Goji Beeren unterstützend wirken, da der erhöhte Augeninnendruck gesenkt werden kann. Darüber hinaus haben die Inhaltsstoffe auch eine vorbeugende Wirkung und können einer Sehschwäche, vor allem durch zunehmendes Alter bedingt, entgegenwirken. Nimmt man Goji Beeren täglich zu sich, kann der Blutzuckerspiegel etwas gesenkt werden, somit stellen sie eine ideale Nahrungsergänzung für Diabetiker dar.

Auch bei vielen chronischen Erkrankungen haben sich Goji Beeren bisher bewährt, denn sie können entzündliche Prozesse mildern. Somit sind sie eine hervorragende Unterstützung bei Morbus Crohn, Arthritis oder sogar Krebs, bei denen Entzündungen eine Rolle spielen. Da auch Autoimmunerkrankungen immer mit Entzündungen einhergehen, kann man Goji Beeren auch hier begleitend zur Therapie einsetzen. In China wurden bereits zwei große Studien zum Thema Goji Beeren und Krebs durchgeführt, gerade in Bezug auf Darmkrebs werden den roten Früchten positive Effekte bescheinigt.

Mittlerweile hat man die Goji Beeren auch als Diätmittel entdeckt, denn sie sorgen für ein anhaltendes Sättigungsgefühl und versorgen den Körper umfassend mit wichtigen Vitaminen, Antioxidantien und Ballaststoffen, was gerade im Rahmen einer Diät essentiell ist. Die Inhaltsstoffe geben dem Organismus jederzeit einen kleinen Energieschub, weshalb auch Sportler gerne auf Goji Beeren als Snack zurückgreifen. Darüber hinaus gehören die Früchte zu den basischen Lebensmitteln, so dass sie die Muskulatur entsäuern und somit für mehr Muskelkraft sorgen können.

Die Wirkstoffe der Goji Beere haben jedoch nicht nur einen positiven Einfluss auf unseren Körper, sondern durchaus auch auf die Psyche. Mittlerweile finden sie auch Anwendung bei chronischer Erschöpfung, Depressionen oder Burnout. Die Mineralstoffe Magnesium und Kalium können die Konzentration erhöhen und außerdem die Nerven stärken.

Zusammenfassung der positiven Effekte der Goji Beeren auf den Körper

  • Stärkung des Immunsystems und allgemeine Kräftigung
  • positive Wirkung bei Allergien und Autoimmunerkrankungen
  • Wiederherstellung einer gesunden Darmflora
  • Verbesserung der Leistungsfähigkeit der Augen
  • Senkung des Blutzuckerspiegels
  • Milderung von entzündlichen Prozessen im Körper
  • unterstützende Wirkung bei Diäten
  • positive Effekte bei psychischen Beschwerden

Darreichungsformen und Anwendung der Goji Beeren

Goji Beeren kann man auf unterschiedliche Art und Weise in den täglichen Ernährungsplan integrieren. Wichtig ist auf jeden Fall, dass man die Beeren täglich zu sich nimmt, ganz egal in welcher Darreichungsform.

Goji Säfte haben einen sehr angenehmen Geschmack und können, zum Frühstück getrunken, für einen Energieschub am Morgen sorgen. Beim Kauf ist unbedingt darauf zu achten, dass so wenig Zusatzstoffe wie möglich darin enthalten sind und der Fruchtgehalt sehr hoch ist. Goji Tee kann man wahlweise fertig im Handel kaufen oder aus den getrockneten Beeren selbst herstellen, indem man sie einfach mit heißem Wasser übergießt.

Die getrockneten Beeren kann man als Snack zwischendurch naschen, oder das Müsli oder den Joghurt damit verfeinern. Zu lange erhitzen sollte man sie allerdings nicht, da sonst ein Großteil der wertvollen Inhaltsstoffe verloren geht. Seit einigen Jahren findet man ab und zu auch frische Goji Beeren im Handel, diese verwendet man genauso wie die getrockneten. Am einfachsten ist jedoch die tägliche Einnahme von Goji Kapseln, denn hier hat man ganz sicher alle Inhaltsstoffe in der besten Konzentration.

Fazit: Die Goji Beeren gehören definitiv zu den gesündesten Früchten, die man weltweit finden kann. Die Inhaltsstoffe sind besonders hoch konzentriert und haben die perfekte Zusammenstellung, so dass sie sich in ihrer Wirkung noch ergänzen und verstärken. Die Beeren haben nicht nur eine vorbeugende und schützende Wirkung, sie können auch den Verlauf vieler Erkrankungen positiv beeinflussen.

Gerstengras

Gerste kennt sicher jeder, denn dieses Getreide ist ein wichtiger Bestandteil für die Herstellung von Bier. Es handelt sich in diesem Fall um das ausgewachsene Getreide, ein einjähriges Süßgras mit der lateinischen Bezeichnung „Hordeum vulgare“. Gerstengras ist den meisten hingegen eher unbekannt, denn so wird die Gerste genannt, so lange sie noch jung und grün ist und noch nicht ihre typisch gelbe Farbe angenommen hat.

Die jungen Blätter der Pflanze werden in diesem Stadium geerntet, sofort gefriergetrocknet und dann später weiterverarbeitet. Sie enthalten jede Menge Nährstoffe, die dem menschlichen Organismus auf vielfältige Weise zuträglich sein können. Das Gerstengras wird zu verschiedenen Produkten verarbeitet, wie zum Beispiel Kapseln, Pulver, Presslingen oder auch Saft, alle können dann als Nahrungsergänzungsmittel eingesetzt werden.

Die Inhaltsstoffe des Gerstengras

Man zählt Gerstengras mittlerweile zu den wertvollsten Nahrungsmitteln der Welt und nicht umsonst wird es auch als Superfood eingestuft, denn zahlreiche Studien konnten inzwischen die positiven Effekte auf unseren Körper belegen. Im Gegensatz zur ausgewachsenen Gerste enthält das Gerstengras noch kein Gluten und sogenannte Anti-Nährstoffe, die der Gesundheit wiederum eher schaden könnten.

Doch was genau macht das Gerstengras nun zu einem so hervorragenden Nahrungsergänzungsmittel? Es gibt auf unserer Erde kaum ein anderes Lebensmittel, das so viele Vitalstoffe enthält, wie zum Beispiel Vitamine, Mineralstoffe, Antioxidantien und Enzyme. Schon vor vielen Jahrzehnten machte sich ein Wissenschaftler aus Korea die Mühe, die Inhaltsstoffe von über 200 Blattgemüse miteinander zu vergleichen. Diese Untersuchung hat gezeigt, dass nicht eines dieser Gemüsesorten an die Ausgewogenheit der Inhaltsstoffe herankam, wie sie beim Gerstengras existiert. Die einzelnen Vitalstoffe sind so gepaart und in einer außergewöhnlichen Dichte vorhanden, dass ein enorm wirkungsvolles Heilmittel entsteht. Hier nur ein paar Beispiele:

  • 11 mal mehr Calcium, als in Kuhmilch
  • 4 mal mehr Vitamin B1, als im Weizen
  • Zinkgehalt ist vergleichbar mit den reichsten Quellen tierischer Herkunft
  • 7 mal so viel Vitamin C, wie in Zitrusfrüchten
  • 5 mal so viel Eisen, wie in Brokkoli oder Spinat

Untersuchungen haben ergeben, dass im Gerstengrassaft die stärksten Antioxidantien überhaupt enthalten sind. Darunter befinden sich auch eher seltene Vertreter wie Lutonarin, Saponarin und einige Flavon-C-Glycoside.

GerstengrasGerstengras für Gesundheit und Wohlbefinden

Bei vielen Menschen ist der Säure-Basen-Haushalt nicht mehr im Gleichgewicht, was meistens an einer Fehlernährung liegt. Die Übersäuerung des Körpers kann die Entstehung vieler Zivilisationserkrankungen begünstigen und zudem ein allgemeines Unwohlsein hervorrufen. Das Gerstengras zählt zu den basischsten Lebensmitteln, die wir kennen, nimmt man es regelmäßig zu sich, pendelt sich der Säure-Basen-Haushalt wieder ein. Der normale pH-Wert im Körper wird wieder hergestellt, die Mineralstoffdepots aufgefüllt und alle Körperzellen vor schädlichen Einflüssen geschützt.

Gerstengras hat auch einen positiven Effekt auf die Haut, was in erster Linie an dem sekundären Pflanzenstoff Proanthocyanidin liegt, der direkt in den Körperzellen wirkt. Nicht nur das Immunsystem wird auf diese Weise unterstützt, auch Giftstoffe und freie Radikale können abgehalten werden. Die Antioxidantien schützen nicht nur die Hautzellen, sondern auch die im Körper vorhandenen Faserproteine, die unter anderem für die Straffheit und Elastizität unserer Haut und des Bindegewebes zuständig sind. Diese sekundären Pflanzenstoffe können jedoch noch viel mehr, denn sie verhindern Infektionen, Entzündungen und können sogar vorbeugend gegen Krebs wirken, und darüber hinaus besteht eine positive Wirkung auf das Herz-Kreislauf-System.

Herz-Kreislauf-System ist ein gutes Stichwort, denn auch der Cholesterinspiegel kann vom Gerstengras profitieren, Schlaganfällen und Herzinfarkten wird vorgebeugt. Gerade das schädliche LDL-Cholesterin begünstigt eine Verstopfung der Arterien und leistet diesen gesundheitlichen Problemen somit Vorschub. Studien haben bewiesen, dass die Cholesterinwerte sich stark verbesserten, nachdem vier Wochen lang mit Gerstengras behandelt wurde.

Auch mit Diabetikern hat man ein paar Untersuchungen durchgeführt, bei ihnen sind in der Regel sowohl der Cholesterin- als auch der Blutzuckerspiegel deutlich erhöht. Dazu kommt dann häufig noch ein hoher Blutdruck in Kombination mit Übergewicht, zahlreiche Risikofaktoren summieren sich also. Gerstengras wirkt sich positiv auf den Cholesterinspiegel aus, kann aber gleichzeitig auch den Blutzucker senken.

Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Gerstengras eine hervorragende Waffe im Kampf gegen Krebs ist. Im jungen Gerstengras ist unter anderem eine Substanz namens Lunasin enthalten, die bei Hautkrebs- und Brustkrebspatienten eine erstaunliche Wirkung zeigte. Nicht nur bestehender Hautkrebs konnte positiv behandelt werden, es wurde sogar ein vorbeugender Effekt nachgewiesen. Gerstengras enthält nicht nur den sekundären Pflanzenstoff Proanthocyanidin, sondern auch die Antioxidans Glykosyl Isovitexin. Diese dringt sogar tief in die Zellen ein und kann die DNA vor Schäden durch freie Radikale schützen.

Auch Vitamin E hat eine schützende Wirkung auf unsere Haut, weshalb viele Menschen solche Präparate im Sommer einnehmen. Gegenüber diesem Vitamin hat Gerstengras allerdings den Vorteil, dass die schützenden Inhaltsstoffe nicht unter Einwirkung von UV-Strahlung zerfallen, wie dies beim Vitamin E der Fall ist. Die besonders hohe Menge an Lunasin im Gerstengras ist auch für Brustkrebspatientinnen von großem Nutzen, denn Studien haben ergeben, dass Brustkrebszellen dadurch blockiert werden können.

Ein weiterer wichtiger Aspekt sind die positiven Auswirkungen auf den menschlichen Darm. Bei der chronisch-entzündlichen Darmerkrankung Colitis ulcerosa leiden die Patienten nicht nur unter schlimmen Beschwerden im Darmbereich, dem Körper mangelt es in der Folge auch an Nähr- und Vitalstoffen, in einigen Fällen wird sogar Darmkrebs begünstigt. Behandelt man diese Erkrankung auf Basis der Schulmedizin, müssen oftmals schwere Nebenwirkungen in Kauf genommen werden. Durch die Behandlung mit Gerstengras konnten hervorragende Erfolge erzielt werden, die Symptome waren wesentlich schwächer ausgeprägt. Dank des Gerstengrases wird nicht nur die Darmflora aktiviert, dem Darm wird gleich auf sechsfache Weise geholfen, so kann man unter anderem auch Candida-Pilze damit loswerden.

Zusammenfassung der positiven Effekte von Gerstengras:

  • Ausgleich des Säure-Basen-Haushaltes
  • Spannkraft und Elastizität von Bindegewebe und Haut werden nachweislich verbessert
  • Cholesterin- und Blutzuckerspiegel werden deutlich gesenkt
  • Vorbeugende Wirkung gegen Hautkrebs und Heilerfolge bei Brustkrebspatientinnen
  • Schützt die Haut vor Schäden durch UV-Strahlung
  • Hilfe bei Darmbeschwerden, vor allem bei Colitis ulcerosa
  • Positive Auswirkungen auf die Stimmung
  • Die richtige Anwendung von Gerstengras

Gerstengras gibt es in verschiedenen Darreichungsformen zu kaufen, man kann es jedoch auch selbst anbauen und dann frisch verwenden. Mit Gerstengraspulver kann man zum Beispiel einen hervorragenden Energy-Drink herstellen. Dafür entsaftet man zwei Rote Bete, zwei Karotten, zwei Selleriestangen, eine Tasse Petersilie und einen Apfel und gibt dann zwei Teelöffel des Pulvers hinzu.

Doch auch in Pulverform enthält das Produkt noch alle wertvollen Inhaltsstoffe, da die Herstellung bei niedriger Temperatur erfolgt. Viele fragen sich, ob Gerstengras oder Gerstengrassaft der Gesundheit eher zuträglich ist. Grundsätzlich kann man sagen, dass die Wirkstoffe im Saft wesentlich höher konzentriert sind. In Präparaten aus Gerstengras, wie zum Beispiel dem Pulver, ist eine natürliche Dosis an Nähr- und Vitalstoffen enthalten, damit lassen sich Verdauungsbeschwerden bekämpfen und die körperliche Gesundheit und das Wohlbefinden im allgemeinen verbessern. Möchte man vor allem auf die antioxidative Wirkung der Pflanze setzen, dann ist die Einnahme von Gerstengrassaft zu empfehlen, da der Gehalt hier wesentlich höher ist. Zu empfehlen ist der Saft dann vor allem für die Stimmungsaufhellung, zum Schutz der Blutgefäße vor Ablagerungen, zur Optimierung des Magnesiumspiegels oder zur Verlangsamung des Alterungsprozesses.

Besonders einfach und praktisch ist die Einnahme von Gerstengras in Form von Kapseln oder Tabletten, diese werden einfach nach den Vorgaben des Herstellers in die tägliche Ernährung integriert. Gerstengraspulver kann man hingegen in Wasser oder Säften auflösen, es hat einen Geschmack, der etwas an Spinat erinnert.

Fazit: Mit Gerstengras hat man ein Nahrungsergänzungsmittel zur Hand, das besonders reich an Nährstoffen aller Art ist. Das Produkt ist rein natürlich und liefert dem Körper jede Menge Vitamine, Mineralien, Enzyme und Antioxidantien. Die Inhaltsstoffe haben viele positive Effekte auf den menschlichen Organismus und können die Gesundheit auch vorbeugend unterstützen.

Chlorella

Wenn die Rede von modernem Superfood ist, dann kommt man um Chlorella nicht drum herum. Dabei handelt es sich um eine Mikroalge, von der es mehrere Vertreter gibt. Die bekanntesten Süßwasseralgen dieser Art sind Chlorella vulgaris und Chlorella pyrenoidosa. Unter den Algen kennt man bisher vor allem Spirulina, doch im Gegensatz zu dieser verfügt Chlorella über einen Zellkern, der sie zur Mikroalge macht.

Schon lange interessiert sich die Wissenschaft für diesen äußerst komplexen Einzeller, den es seit über zwei Millionen Jahren gibt, da er unter den verschiedensten Lebensbedingungen bestehen konnte. Obwohl man dieses Lebewesen mit bloßem Auge gar nicht sehen kann, ist es hochentwickelt und wurde schon bestens erforscht. Es wurden bereits zahlreiche Studien mit diesen mikroskopisch kleinen Organismen durchgeführt, so dass ihre Auswirkungen auf den menschlichen Körper gut belegt sind. Chlorella hat zahlreiche positive Effekte auf den menschlichen Körper, in erster Linie kann sie ihn bei der Entgiftung unterstützen.

Die Chlorella-Alge und ihre Inhaltsstoffe

Um die wertvollen Inhaltsstoffe für den menschlichen Organismus überhaupt verfügbar zu machen, müssen die Algen vorbehandelt werden. Die Mikroalge hat eine Zellwand aus drei Schichten, diese sind so robust, dass wir Menschen sie nicht verdauen können. Bei der Herstellung von Chlorella-Präparaten muss diese Zellwand also in einem möglichst schonenden Verfahren aufgebrochen werden, nur so können die Nähr- und Vitalstoffe sowie Biosubstanzen vom Körper verwertet werden.

ChlorellaBisher wurde noch keine Pflanze auf der Erde gefunden, die über einen höheren Gehalt an Chlorophyll verfügt. Dieser Farbstoff verleiht der Alge ihre tiefgrüne Farbe, man bezeichnet das Chlorophyll auch als „grünes Blut“. Da es dem Blutfarbstoff Hämoglobin stark ähnelt, ist das Chlorophyll auch ein hervorragender Nährstoff für das menschliche Blut.

Erwähnenswert ist außerdem der Gehalt an Mineralstoffen und Spurenelementen, wobei vor allem Magnesium, Eisen, Zink, Kupfer, Mangan, Kalium, Phosphor, Folsäure, Selen, Kalzium und Chrom zu nennen wären. Dazu kommen dann noch die Vitamine B1, B2, B5, B6, B12, C, E, Niacin, Biotin und verschiedene Carotinoide. Das Vitamin B12 in der Chlorella-Alge ist von allem für Veganer interessant, denn sie können damit ihren Bedarf problemlos decken. Dank des hohen Gehaltes an Mineralstoffen gehört die Mikroalge zu den basischen Nahrungsmitteln.

Auffallend ist bei der Alge der sehr hohe Anteil an Protein, rund 80 Prozent davon können vom Körper aufgenommen werden, er ist dann mit allen wichtigen essentiellen Aminosäuren versorgt. Darüber hinaus ist Chlorella reich an ungesättigten Fettsäuren, wie zum Beispiel hochwertigen Omega-3-Fettsäuren und Alpha-Linolensäure. Eine Besonderheit der Mikroalge ist der im Zellkern enthaltene Chlorella-Wachstumsfaktor, der aus Nukleinsäuren, Kohlenhydraten, Glutathion, Vitaminen und Aminosäuren besteht.

Die Wirkung von Chlorophyll auf unseren Körper

Die positiven Effekte auf den menschlichen Organismus sind seit jeher bekannt, schon die Mayas und Azteken nutzten die Mikroalge als Nahrungsergänzung. In erster Linie ist Chlorella dafür bekannt, dass sie den Körper hervorragend entgiften kann, was vor allem dem hohen Gehalt an Chlorophyll geschuldet ist.

Das Chlorophyll kommt überwiegend der Leber zugute, die Zellen des Organs werden vor verschiedenen Giftstoffen geschützt, die tagtäglich in unseren Körper gelangen. Das können toxische Stoffe sein, die wir mit der Nahrung aufnehmen, wie zum Beispiel Spritzmittel, aber auch Amalgam aus Zahnfüllungen, Umweltgifte oder Schimmelpilze. Das Chlorophyll ist ein erstklassiger Leberschutz und hilft dem Körper, die Giftstoffe über den Darm auszuscheiden, das haben zahlreiche Studien bewiesen. Das Chlorophyll hat nicht nur eine schützende Wirkung auf die Körperzellen, sondern sorgt gleichzeitig dafür, dass sie sich besser regenerieren können. Somit lässt sich die Lebensdauer der Zellen verlängern, was eine Verlangsamung des Alterungsprozesses zur Folge hat. Doch das Chlorophyll kann noch wesentlich mehr leisten, denn es stärkt darüber hinaus auch unseren Kreislauf und fördert die Verdauung.

Dank seiner basischen Wirkung kann das Chlorophyll außerdem den Säure-Basen-Haushalt wieder ins Gleichgewicht bringen. Der Inhaltsstoff hat auch einen antioxidativen Effekt und kann somit die Einwirkung freier Radikale abfangen und einen Schutz vor Entzündungen und Krebs darstellen. Gerade im Darm ist das Chlorophyll ein wichtiger Schutzschild im Kampf gegen den Krebs, denn es bindet krebserregende Giftstoffe, die dann leichter ausgeschieden werden können. Dadurch, dass die Bildung roter Blutkörperchen angeregt wird, wird die Blutreinigung gefördert. Darüber hinaus erhöht sich auch der Anteil an Sauerstoff im Blut. Sämtliche Heilungsprozesse im Körper laufen schneller ab, die Produktion von Verdauungssäften wird normalisiert und der Stoffwechsel aktiviert.

Einzigartige Nährstoffkonzentrate machen Chlorella so wertvoll

Was die Mikroalge allen anderen Nahrungsmitteln voraus hat, sind die Extrakte CGF und CVE. Diese konzentrierten Essenzen enthalten zahlreiche sekundäre Pflanzenstoffe, aber auch so genannte Glykoproteine, bei denen es sich um eine Verbindung von Kohlenhydraten und besonderen Aminosäuren handelt. Diese haben eine äußerst positive Wirkung auf den menschlichen Organismus, denn sie fördern die Entgiftung und arbeiten somit Hand in Hand mit dem Chlorophyll.

Unsere Körperzellen müssen täglich Höchstarbeit leisten, CGF und CVE können die Zellen bei der Reparatur unterstützen und fördern außerdem die Bildung neuer Körperzellen. Die stark bioverfügbaren Extrakte sind so extrem verdichtet, dass sie im Körper auf sehr vielfältige Weise zum Einsatz kommen können. Das CGF kann den menschlichen Organismus vor allem nach Operationen und Unfällen in der Rehabilitationsphase unterstützen, während CVE bei starkem Stress, Krebserkrankungen und bei der Entgiftung hilfreich ist.

Das Immunsystem wird gestärkt, indem vermehrt verschiedene Abwehrzellen gebildet werden. Dadurch, dass die Zellreparatur unterstützt wird, schreitet auch der Alterungsprozess langsamer voran. Die Leberzellen werden in ihrer Funktion optimiert, so dass sie geschützt sind und Giftstoffe besser abgebaut werden können. Auch auf das Gehirn haben die Extrakte einen positiven Einfluss, sie können zum Beispiel die Gedächtnisleistung bei Demenz verbessern.

Mittlerweile kann Chlorella auch schon online gekauft werden, aber Chlorella-Präparate sind natürlich weiterhin in Reformhäusern erhältlich.

Zusammenfassung der positiven gesundheitlichen Wirkung von Chlorella

  • Stärkung des Immunsystems
  • Unterstützung der Leber bei der Entgiftung
  • Förderung der Zellerneuerung
  • Vermehrte Bildung roter Blutkörperchen
  • Krebsprophylaxe durch Abwehr freier Radikale und Entgiftung
  • Unterstützung des Kreislaufs und des Stoffwechsels
  • Positive Wirkung auf das Gehirn bei Demenz
  • Ausgleich von Nährstoffmangel
  • Förderung der Verdauung

Die richtige Anwendung von Chlorella

Mittlerweile bekommt man Chlorella-Präparate nicht nur in Reformhäusern, sondern auch übers Internet. Angeboten wird Chlorella entweder als Pulver oder in Form von Tabletten oder Kapseln, ein Unterschied bezüglich der Wirkung gibt es jedoch nicht. Wichtig ist, dass es sich um ein 100 Prozent reines und natürliches Produkt handelt, das frei von Zusatz- und Füllstoffen, Bindemitteln, Schwermetallen, Toxinen und Pestiziden ist.

Am Tag sollte man etwa drei bis vier Gramm des Chlorella-Pulvers zu sich nehmen, oder alternativ 12 bis 20 Tabletten. Diese Menge reicht aus, um den Körper mit allen notwendigen Nährstoffen zu versorgen und die Körperfunktionen zu unterstützen. Chlorella lässt sich hervorragend in den täglichen Ernährungsplan integrieren. Das Pulver kann man zum Beispiel auch in einen frischen Smoothie geben, der Geschmack erinnert an Grüntee. Die Tabletten oder Kapseln nimmt man am besten vor den Mahlzeiten mit einem Glas Wasser ein.

Fazit: Chlorella hat einen außergewöhnlichen Effekt auf die körperliche und geistige Gesundheit und ist in der Zusammenstellung der Inhaltsstoffe einfach einzigartig. Der größte Vorteil ist, dass alle Inhaltsstoffe synergetisch wirken, sich also so perfekt ergänzen, dass die Wirksamkeit noch vervielfältigt wird. Dank Chlorella ist der Körper bestens mit allen essentiellen Nähr- und Vitalstoffen versorgt und wird zudem noch vor allen möglichen Giftstoffen geschützt. Das ist eine wichtige Voraussetzung für die Gesunderhaltung des Organismus, und kann zudem noch den natürlichen Alterungsprozess bremsen.

Chia Samen

Chia Samen (lateinisch Salvia Hispanica, abstammend aus der Familie der Lippenblütler) sind nicht erst seit kurzem bekannt, aber leben zur Zeit, gerade bei uns in Mitteleuropa, so richtig auf. Auch wenn die kleinen reichhaltigen Samen vielen Menschen noch immer nicht wirklich bekannt sind, so waren die Chia Samen in Mittelamerika schon lange ein wertvoller Energiespender und im Bereich der Gesundheit sehr gefragt. Warum das der Fall ist, dem widmen wir uns hier etwas genauer, eines sei aber vorweg schon gesagt, Chia Samen sind eine wahre Kraftquelle mit vielerlei Inhaltsstoffen, die man so, oder so ähnlich, selten in einem anderen natürlichen Produkt wiederfindet.

Chia SamenDie kleinen Samen sind reichhaltig an Vitaminen, Mineralstoffen, Proteinen, Antioxidantien und Ballaststoffen, sie haben einen sehr hohen Omega-3-Anteil, der bei rund 18 Gramm pro 100 Gramm liegt, sie besitzen einen Anteil an Omega-3 Fettsäuren, der fast 10 mal so hoch ist, wie bei Lachs, dazu fast 9 mal mehr Antioxidantien, als es bei Orangen der Fall ist, fast 4 mal mehr Eisen als im Spinat, sie bieten fast das Fünffache an Kalzium, als das, was in Vollmilch enthalten ist, haben fast 15 mal mehr Magnesium als Brokkoli und auch noch 4 mal mehr Ballaststoffe, als in Leinsaat zu finden ist. Hinzu kommen aber noch die Vitamine A & B, Bor, Zink, Kalium, Folsäure und auch lebenswichtige Aminosäuren. Studien haben auch bereits belegt, dass sich die Chia Samen ebenso positiv auf das Blutbild auswirken können. Neben den vielen wichtigen Inhaltsstoffen erweist sich der Chia Samen aber auch als sehr robust und überzeugt, bei richtiger Lagerung, durch eine lange Haltbarkeit.

Chia Samen und die Inhaltsstoffe

Omega-3-Fettsäuren: Der Anteil der Omega-3-Fettsäuren liegt in den Chia Samen bei rund 18 – 19 Gramm pro 100 Gramm Samen und damit ist er der wohl reichhaltigste Omega 3 Spender in der Natur und somit deckt eine Portion pro Tag, schon fast den dreifachen Bedarf. Das bedeutet, dass dieser Bestandteil enorm wichtig für unseren kompletten Bluthaushalt und deren Regulierung ist. Zudem fördert die dadurch entstehende bessere Durchblutung die körperliche und auch geistige Leistungsfähigkeit. Aber wichtig ist auch, dass dem Körper für die optimale Wirkung auch Omega-6-Fettsäuren im richtigen Verhältnis zugeführt werden, in diesem Fall ist es 1:3 und das ist in den Chia Samen genau der Fall.

Ballaststoffe: Hier entfallen ca. 6,5 Gramm Ballaststoffe auf 20 Gramm Chia Samen, die dabei sehr sättigend wirken und ebenso auch die Verdauung fördern. Durch die einfache Aufnahme von Wasser haben sie so die Eigenschaft, den Darm anzuregen und zu füllen. Die Ballaststoffe in den Samen wirken sich aber auch auf die Gallensäureausscheidung aus, die dabei erhöht wird, so dass mehr Gallensäure nachgebildet werden muss, wofür Cholesterin benötigt wird und der Cholesterin im Umkehrschluss wieder sinkt. Aber Ballaststoffe sorgen auch für einen langsamen Abbau von Kohlehydraten, so dass weniger Insulin in den Organismus gelangt.

Die einzelnen Vitamine:

Das Vitamin B1 deckt mit rund zwei Esslöffel Chia Samen ca. 10% des erforderlichen Tagesbedarfs. Das Vitamin B3 deckt mit rund zwei Esslöffeln Chia Samen knapp 18% des täglichen Bedarfs, wobei dies am Aufbau von Haut und Muskeln beteiligt ist und es hilft sogar den Körper zu entgiften. Weiterhin stärkt es das Bindegewebe, was für ein schönes Hautbild sorgt und wirkt ebenso positiv auf das Nervensystem. Dann haben wir noch das Vitamin E. Auch hier decken die Chia Samen bei ca. zwei Esslöffeln rund ein Drittel des empfohlenen Tagesbedarfs der Antioxidantien der E Vitamine, welche sich ebenso förderlich auf das Hautbild und die Haare auswirken und sie stärken zudem noch die Nervenzellen und das Immunsystem.

Die enthaltenen Proteine und Ihre Aminosäuren steuern die Körperfunktionen und liefern dabei eine Menge Energie. Da die kleinen Chia Samen zu rund 20% aus Proteinen bestehen, sind sie daher ein wahrer Proteinspender. Da sich die Einnahme positiv auf die Eiweißgewinnung auswirkt, unterstützt sie ebenso bei Diäten und fördert z. B. das Muskelaufbautraining. Positiver Nebeneffekt ist auch, dass sie den Appetit mindern und somit helfen, die Cholesterin- und Leberfettwerte zu senken.

Kupfer: Auch hier, gemessen an ca. zwei Esslöffeln, decken die Chia Samen rund 25% des empfohlenen Tagesbedarfs. Kupfer ist gut für die Bildung von Eisen, für das Immunsystem und hilft bei der Wundheilung.

Eisen: Etwa 1,3 mg Eisen entfallen auf rund 20 Gramm Chia Samen und decken somit ca. 12% der empfohlenen Tagesration. Das belegt, dass Chia fast dreimal so viel Eisen enthält, wie Spinat.

Kalzium: Auch der Kalzium Anteil von zwei Esslöffeln Chia Samen ist deutlich höher, als in einem Glas Milch. Wichtig ist es für den Knochenaufbau, die Blutgefäße und die Nerven und ist für den Energiestoffwechsel absolut notwendig.

Kalium: In Chia Samen sind bei rund 20 Gramm Chia in etwa 120 mg Kalium enthalten, Kalium ist wichtig für die Muskeln und die Nervenfunktionen.

Der hohe Magnesiumanteil von 58 mg auf 20 Gramm, deckt fast einen Viertel bis Fünftel der notwendigen Tagesration. Dies ist wichtig für Nerven und Muskeln, wirkt sich ebenso auf den Schlaf und den Fettstoffwechsel aus.

Zink: 1 mg Zink auf 20 Gramm Chia Samen decken rund 7% des Tagesbedarfs und unterstützen dabei das Immunsystem und zahlreiche Stoffwechselvorgänge.

Phosphor: 110 mg auf 20 Gramm Chia decken rund 9% der empfohlenen Tagesbedarfs, wobei Phosphor wichtig für Knochen und Zähne ist.

Antioxidantien: Hier sind es zum Beispiel die Flavanole, die man auch in Kakao, Tee, diversen Früchten und den daraus hergestellten Getränken findet, welche weiße Blutkörperchen aktiv und Gefäßwände flexibel halten, was zur Vorbeugung von Arteriosklerose sinnvoll ist. Aber Antioxidantien hindern auch Krebszellen am Wachstum, was ein weiterer wichtiger Punkt ist.

Chia Samen für eine vorteilhafte Ernährung

Wer sich schon jetzt figurbetont und gesund ernährt, der wird auch durch die zusätzliche Verwendung von Chia Samen weitere Vorteile finden, die wir zusammenfassend einmal aufzählen wollen.

  • Viele Ballaststoffe
  • Wenige Kalorien
  • Eine Menge an Eiweiß
  • Sehr viele Omega-3 Fettsäuren
  • Ebenso viele Mineralstoffe und Antioxidantien
  • Wirken positiv auf den kompletten Körper

Chia Samen SmoothieChia Samen und die Gesundheit

Das Thema Glutenunverträglichkeit oder Zöliakie ist mittlerweile ein weit bekanntes Thema, weil viele Menschen einfach Probleme mit der Verdauung von Weizenmehl haben. Da Chia Samen jedoch frei von Gluten sind und enorm viele wichtige Inhaltsstoffe haben, ist es eine wahre Empfehlung, diese als Nahrungsergänzung zu nutzen.

Auch das Herz spielt hier eine wichtige Rolle, denn durch die Aufnahme von Chia Samen wird der Körper mit vielen Omega-3-Fettsäuren versorgt, was dabei hilft, das Verhältnis von „gutem“ und „schlechtem“ Cholesterin auszugleichen. Dies hilft dabei Ablagerungen im Blut zu reduzieren und somit Herz-Kreislauferkrankungen zu senken.

Auch für die Regeneration der Zellen ist Chia eine gute Hilfe, denn es ist wichtig, dass sich Zellen zügig regenerieren und sich neues Gewebe bildet, dies leistet Chia z. B. durch enthaltenen Spurenelemente, zahlreiche Vitamine und dem hohen Anteil an Omega-3-Fettsäuren und Aminosäuren.

Weiterhin ist auch die Wirkung bei Sodbrennen als positiv zu bezeichnen, denn wer damit Probleme hat, der kann durch die Aufnahme von einem Teelöffel trockenem Chia, darauffolgend mit einem Glas Wasser, die überschüssige Magensäure binden. Da die Chia Samen jegliche Form von Flüssigkeit aufnehmen, also auch überschüssige Magensäure, kann man dem Sodbrennen somit entgegenwirken oder es gar unterbinden.

Ein weiterer Vorteil ist die langanhaltende Sättigung, die durch das Aufquellen der Samen erfolgt. Hierbei nehmen die Samen viel Flüssigkeit auf, was schon bei der Zubereitung der Fall ist, aber auch im Darm umgesetzt wird. Somit sorgen die darin enthaltenen Ballaststoffe für den selben Zweck und die Kohlehydrate werden nur langsam im Körper freigesetzt, was den Blutzuckerspiegel gleichmäßig hält, einer Unterzuckerung oder auch starken Hungergefühlen vorbeugt. Daher eignen sie sich schon morgens oder auch mittags optimal als Ergänzung oder vor dem Essen, so dass größere Mahlzeiten tabu werden und man trotzdem ausreichend mit allen wichtigen Inhaltsstoffen versorgt ist.

Weitere positive Wirkungen lassen sich übrigens im Bereich von Schilddrüsenerkrankungen, Magen-Darm-Problemen wie das Reizdarmsyndrom, so wie bei Diabetes oder auch Wundheilungsproblemen beschreiben. Hiermit lässt sich also zusammenfassend sagen, dass sich diese kleinen Samen, aufgrund Ihrer Vielzahl von Inhaltsstoffen, sehr gut auf den ganzen Körper auswirken, egal ob man Sport treibt oder nicht. Positiver ist eine Wirkung jedoch im Zusammenspiel mit Sport und gesunder Ernährung.

Zusamenfassung der gesundheitlichen Aspekte von Chia Samen

  • Chia Samen sind frei von Gluten
  • Sie haben eine positive Wirkung auf das Herz-Kreislaufsystem
  • Sind wichtig für die Regeneration der Zellen
  • Auch bei Sodbrennen sehr zu empfehlen
  • Sie bieten eine langanhaltende Sättigung
  • Sind hilfreich bei Schilddrüsenerkrankungen
  • Förderlich bei Magen-Darm-Problemen
  • Hilfreich bei Arthrose und Gelenkschmerzen
  • Empfehlenswerte Ergänzung für Diabetiker

Die korrekte Einnahme von Chia Samen

Wer Chia Samen in seinen täglichen Speiseplan mit einbauen möchte, der sollte natürlich auch wissen, was dabei zu beachten ist. Hierzu wird empfohlen, sie immer roh zu konsumieren, da ein Kochen die vielen wichtigen Inhaltsstoffe zerstören könnte. So kann man sie zum Beispiel in Wasser geben und sie bis zu einem Tag quellen lassen und sie dann trinken, oder sie einem Joghurt zuführen und ebenso etwas aufquellen lassen und danach wieder viel Flüssigkeit zu sich nehmen. Die tägliche Empfehlung, die bei uns in Deutschland ausgesprochen wurde, liegt bei rund 15 Gramm pro Tag, was ca. einem Esslöffel entspricht. In anderen Ländern liegt die empfohlene Menge deutlich höher, so z. B. in den USA oder Südamerika, da es dort als unbedenklich eingestuft ist. Daher empfehlen auch wir, sich an die empfohlenen Menge zu halten, auch wenn es als unbedenklich erscheint, wenn es etwas mehr ist.

Chia Samen eignen sich toll für Aufstriche, Marmeladen, Puddings, Smoothies oder auch als Topping, ferner findet man sie auch als Backbeigabe für Brot oder Kuchen sehr lecker und vor allem gesund. Wie auch immer sie die Samen nutzen, sie sind lecker, gesund und geben dem Körper so viel gutes.

Wir haben in diesem Artikel versucht, Ihnen die vielen Vorteile von Chia Samen als Superfood auf den Punkt zu bringen, sind aber davon überzeugt, dass die kleinen Samen noch viel mehr können, als das, was wir hier aufgezählt haben. Wer sie bis jetzt noch nicht probiert hat, der sollte sich einmal von der Wirkung der kleinen Samen überzeugen. Schon nach wenigen Tagen wird von vielen Menschen eine Änderung des Wohlbefindens beschrieben, was aber nicht auf jeden Menschen zutreffen muss. Jedoch steigern Chia Samen das Wohlbefinden schon meist nach kurzer Zeit, so dass man auf eine regelmäßige Einnahme von Chia nicht verzichten sollte.

Baobab

Der Baobab Baum, den man auch Affenbrotbaum nennt (Adansonia digitata) und meist in den tropischen Gebieten Afrikas, den Komoren und Madagaskar vorkommt, zählt zur Familie der Malvengewächse. Dabei gehört er gerade in den tropischen Gebieten Afrikas wohl zu den bekanntesten Bäumen. Der Name des Baobab leitet sich dabei übrigens aus dem arabischen Begriff „bu hibab“ ab, was so viel wie „Frucht mit vielen Samen“ bedeutet. Optisch gesehen wirkt dieser Baum für uns eher etwas ungewöhnlich, da er einen relativ kurzen, aber einen extrem dicken Stamm besitzt. Durch seine Äste, die im Wuchs etwas unförmig oder auch unkontrolliert erscheinen, wirken diese wie ein kleines unfertiges Dach. Seine Blätter sind dabei fast handförmig und seine Rinde ist relativ glatt und grau. Der Baum ist so reichhaltig an Wirkstoffen, dass sehr viele Bestandteile dieses Baumes zur Herstellung von Arzneimitteln bzw. Nahrungsergänzungsmitteln genutzt werden.

BaobabBaobab und seine Inhaltsstoffe

Auch in dieser Frucht finden sich wieder, wie auch schon in anderen Früchten auf unserer Seite angedeutet, die Polyphenole. Diese wirken im allgemeinen antioxidativ und somit zellschützend. In diesem Fall soll der Anteil sogar höher sein, als der Anteil bei der Acai Beere. Bei den Polyphenolen handelt es sich um sogenannte sekundäre Pflanzenstoffe, die in einer Pflanze z. B. als Geschmacks- oder auch Farbstoff enthalten sind. Dabei sollen sie stark entzündungshemmend, antioxidativ oder auch krebsvorbeugend wirken.

Aber auch der Anteil von Vitalstoffen ist hier so groß, dass er unbedingt erwähnt werden sollte. So enthält die Frucht, bzw. das bei uns bekannte Baobab Pulver, einen sehr großen Anteil an Vitaminen und Mineralstoffen. Enthalten sind dabei u. a. die Vitamine B ( Vitamin B1 und B6) und C. Der Vitamin C Gehalt liegt bei rund 275 mg pro 100 g Pulver, der Gehalt an Kalium wird mit ca. 2200 mg pro 100 g beschrieben und auch Eisen findet man darin wieder, wobei man bei einem Esslöffel rund ein Gramm Eisen zu sich nimmt.

Die enthaltenen Vitamine helfen dem Körper, das Immunsystem intakt zu halten und fördern zudem auch noch die Aufnahme von Eisen. Ebenso ist Baobab sehr reichhaltig an Ballaststoffen und es enthält viel Kalzium, was die Funktion der Verdauungsenzyme deutlich unterstützt. Auch Eiweiß und eine Menge essenzieller Fettsäuren findet man darin, dabei sind die Omega-3-, Omega-6 und Omega-9 Fettsäuren sehr hilfreich für die Haut. Bei Menschen, die Probleme mit Schuppenflechte, Ekzeme oder anderen Hautkrankheiten haben, ist dies nicht nur hilfreich, sondern sie können zum Teil sogar beseitigt oder gar geheilt werden.

Zusammenfassend lassen sich die Inhaltsstoffe also wie folgt beschreiben:

  • Sehr viele Antioxidantien
  • Ein hoher Vitamin C Gehalt
  • Ein hoher Anteil an Kalium
  • Viel Kalzium und Eisen sind enthalten
  • Und ebenso auch Magnesium

Baobab PulverBabob und die Wirkung auf den Körper

Hilfreich kann es im Bereich der Magen-Darmerkrankungen sein, so z. B. auch bei dem Reizdarm Syndrom. Positiv kann es sich ebenso bei der Behandlung von Krampfadern, Hämorrhoiden oder auch Osteoporose auswirken. Erste Hinweise gibt es auch im Bereich der Ernährung bei Diabetikern (gerade bei Typ-II- Diabetes). Es wirkt antioxidativ und hilft dem Körper im Kampf gegen freie Radikale (freie Radikale gelten im Allgemeinen als Auslöser etlicher Krebserkrankungen, ebenso sollen sie aber auch für Arteriosklerose und der alzheimerschen Krankheit auslösend sein). Hinzu kommt eine positive Wirkung auf die Darmflora und es dient als ausgezeichnete Nahrungsergänzung bei Zöliakie-Erkrankungen.

Erfreulich ist sicher auch der Hinweis, dass Baobab glutenfrei ist und sich sehr schön für Vegetarier und Veganer eignet. In Bezug auf die gesundheitliche Anwendung empfehlen wir Ihnen jedoch auch hier, wenn Sie nicht genau über die Inhaltsstoffe und deren Wirkung auf Ihren Körper bescheid wissen, so sprechen Sie doch Ihren Hausarzt zu diesem Thema an, dieser kann den Nutzen für Sie dabei am besten abschätzen.

Aber Baobab bringt ebenso weitere positive Wirkungen mit sich, die man wie folgt beschreiben kann. Da Baobab reich an Antioxidantien ist, die zellerhaltend und entzündungshemmend wirken, ist es bei Gelenkbeschwerden zu empfehlen. Dann ist es förderlich für ein gesundes Nervensystem, es wirkt als echte Energiequelle, hilft dem Körper bei Stress, es stärkt das Immunsystem, fördert eine gesunde Verdauung und hilft ebenso, das Hautbild zu verbessern.

Verschiedene Baobab Produkte

Da Baobab auf verschiedenste Weise verarbeitet wird, findet man es auch in vielen Produktarten bzw. Bereichen wieder. Diese unterscheiden sich derzeit in Baobab-Kapslen, -Pulver, -Öl, -Riegel und auch in viele kosmetische Produkte. Hier sollte man aber darauf achten, sofern das möglich ist, dass das Baobab in diesen Produkten nicht wärmebehandelt ist, da es sonst seine Wirkung nicht mehr so entfalten kann, wie bei einer unbehandelten Frucht. Das Baobab Pulver eignet sich zum Beispiel für Smoothies, für Säfte und zum Backen, die Kapseln eignen sich zur einfachen Aufnahme in den Körper, das Öl spendet viel Feuchtigkeit und ist hervorragend für Haare und Haut, dabei zieht es schnell in die Haut ein, verbessert seine Elastizität und fördert besonders den Zellaufbau.

Zusammenfassung der Vorteile von Baobab

  • Es enthält viele Antioxidantien, Vitamin B und  C, Kalium, Kalzium, Eisen und Magnesium
  • Hilfreich im Bereich von Magen-Darmerkrankungen
  • Es wirkt antioxidativ und somit zellschützend
  • Hilfreich bei Hautproblemen
  • Ebenso bei Gelenkbeschwerden
  • Baobab ist sehr reichhaltig an Ballaststoffen
  • Es ist Glutenfrei

Fazit: Auch die Baobab Frucht hat den Namen Superfood zu Recht verdient. Sie bietet in vielen Bereichen ein derart großen Reichtum an wirkungsvollen Inhaltsstoffen, so dass sich diese, wie bereits erwähnt, in vielen Bereichen sehr positiv auf den Körper auswirken. Auch der Geschmack der Frucht, bzw. des Pulvers ist sehr angenehm, so dass man es als Kapsel oder als Zusatz in vielen Produkten einsetzen kann. Und da es so vielfältig anzuwenden ist, bietet es eine tolle und vor allem gesunde Möglichkeit, es in den täglichen Nahrungsablauf zu integrieren.

Somit ist Baobab nicht nur eine reine Empfehlung, sondern eher schon als gesundes Nahrungsergänzungsmittel zu betrachten. Es ist reichhaltig, lecker und einfach zu nutzen und bietet dem Körper so viel wertvolles an Inhaltsstoffen, so dass man darauf nicht verzichten sollte. Ebenso wie auch auf andere Superfoods, wie wir sie hier auf unserer Seite empfehlen. Ob man das eine oder das andere Produkt nutzt, liegt natürlich an jedem selbst, aber grundsätzlich ist es in Bezug auf den Inhalt und deren Wirkung sehr wichtig für den Körper. Und wenn man erst einmal in den Genuss und die Wirkung gekommen ist, dann kann man es schön in seine Ernährung mit aufnehmen.

Aronia (Aroniabeere)

Sieht man die kleine Aroniabeere zum ersten Mal, so hält man sie wahrscheinlich für eine kleine unbedeutende Beere, wie man es wohl von vielen Beeren erwartet. Tatsächlich sagt man aber über diese Beere auch, dass sie wahre Wunder bewirken kann. Warum das so ist, wollen wir hier etwas genauer erläutern. Allgemein hilft sie bei entzündlichen Erkrankungen, erleichtert den Blutfluss und wirkt damit auch Herz-Kreislauferkrankungen entgegen. Auch wenn die Wirkung der Aroniabeere schon Jahrzehnte bekannt ist, so wird sie in unserem Bereich erst seit kurzen als sogenanntes Superfood bezeichnet und auch hier wieder vollkommen zu Recht.

AroniabeereDie Anwendungsgebiete der Aroniabeere

Gerade für Herz-Kreislauferkrankungen ist diese Beere ein wahrer Helfer, aber auch was die Verengung der Arterien angeht oder auch bei allgemeinen Infektionen, die u. U. durch einen Mangel an Vitaminen hervorgerufen werden, ist sie zur Unterstützung sehr geeignet. Die enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe der Aroniabeere, die man in der Medizin auch „Flavonoide“ nennt, gelten als zuverlässiges Mittel zur Heilung. Die Flavonoide gelten dabei als hochwirksame Radikalfänger, die den Körper gegen jegliche Angriffe der freien Radikalen schützen. Die freien Radikale gelten im Allgemeinen als Auslöser etlicher Krebserkrankungen, ebenso sollen sie aber auch für Arteriosklerose und der alzheimerschen Krankheit auslösend sein. Wer nun Aroniaprodukte in seiner großen Vielfalt als Nahrungsergänzung zu sich nimmt, der kann diesen Krankheiten u. U. somit entgegenwirken.

Ebenso sorgt die Aroniafrucht dafür, dass die Fließeigenschaften des Blutes verbessert und somit einer Verklumpung vorgebeugt wird. Generell kann man aber in Fällen von Bluthochdruck, oder auch bei niedrigem Blutdruck dazu raten, die Aroniafrucht zu konsumieren, denn sie ist generell sehr zu empfehlen, wenn es um unseren eigenen Bluthaushalt geht. Ein weiterer Punkt stellt die Wirkung gegen Entzündungen dar, denn generell kann man sagen, dass die Aronia Entzündungen in vielen Fällen lindern, oder bei konstanter Einnahme, mitunter auch ganz heilen kann. Positive Beispiele sind hier im Bereich von Entzündungen im Lungen-, Hals- und dem Rachenbereich zu finden. Sollten Sie dazu spezielle Fragen haben, so empfehlen wir immer, dies mit einem behandelnden Arzt vorab abzusprechen.

Die Aroniabeere und ihre Inhaltsstoffe

Die Aroniabeere enthält nicht nur viele wichtige Inhaltsstoffe, die der Körper benötigt, sondern vielmehr auch viele, die gesundheitsfördernd sind und diesen wollen wir uns im Folgenden einmal etwas genauer widmen.

Die Flavonoide, die wir bereits im oberen Bereich etwas angesprochen haben, gehören zur Gruppe der Polyphenole und sie sollen zum Beispiel Krebserkrankungen vorbeugen, indem sie einer möglichen unkontrollierten Zellwucherung entgegenwirken. Ebenso stehen sie zur Vorbeugung von Arterienverkalkung, was im besten Falle vor Schlaganfällen und Herzinfarkten schützen kann. Die Flavonoide haben aber ebenso auch die Eigenschaft, den Blutdruck zu regulieren und die Blutbahnen gesund zu halten.

Enthaltene Mineralstoffe sind hier zum Beispiel Eisen, Jod, Kalium, Kalzium und Magnesium, die neben den wichtigen Vitaminen eine große Rolle in der Aronia spielen.

Auch ist hier Phenol enthalten, dies ist ein wirksamer Inhaltsstoff der dem Körper zur Entgiftung dient. Grundlage hierfür ist seine Eigenschaft, etwaige aggressive Sauerstoff- und auch Stickstoffmoleküle an sich zu binden und diese damit unschädlich zu machen. Vorteilhaft ist dies für Menschen, die eine zu hohe metallische Belastung aufweisen, die zum Beispiel durch Blei, Amalgam oder Quecksilber hervorgerufen wird. Der Inhaltsstoff Phenol ist in Aroniafrucht übrigens viel, in Bezug auf den Mengenanteil, enthalten.

Enthalten sind auch viele Vitamine, die hierbei in fett- und wasserlöslich unterschieden werden. Zu den wohl wichtigsten zählt dabei das Vitamin C, was in Zitrusfrüchten deutlich weniger enthalten ist, als in der Aroniafrucht. Hinzu kommen die Vitamine B1, B2, B3, B5, B6, B7, B9 und das Vitamin B12. Im Bereich der fettlöslichen Vitamine findet man hier das Vitamin A, das Vitamin E, das Vitamin K und auch das Provitamin A.

OPC, auch als Vitamin P bekannt, gehört ebenso dazu und zählt dabei zu den zu einem sehr wichtigen Inhaltsstoff, da es die Eigenschaft besitzt, die körpereigenen Zellen zu schützen. Das bedeutet schlussendlich, dass es ebenso Erkrankungen wie Herz-Kreislaufleiden oder auch Krebs vorbeugen kann. Als Radikalfänger ist OPC somit deutlich stärker einzuschätzen, als das enthaltene Vitamin C.

Die Ellagsäure, auch Gallogen genannt, gehört ebenso zu den Polyphenolen, auch wenn sie nicht zur Gruppe der sekundären Pflanzenstoffe gehört. Dennoch verdient sie äußerste Aufmerksamkeit, denn sie wirkt gegen Bakterien im menschlichen Körper und unterstützt die vorhandenen Flavonoide bei ihrer Wirkung als Radikalfänger. Auch die Ellagsäure ist wieder ein wichtiger Bestandteil zur Vorbeugung von Krebserkrankungen und zusätzlich hat sie eine entgiftende Funktion, so dass mögliche Schadstoffe ganz natürlich aus dem Körper abtransportiert werden.

Anthocyane kommen in der Fruchtschale der Aroniabeere vor und sind ein wasserlöslicher Pflanzenfarbstoff, welcher auch wieder den Flavonoiden zugeordnet wird. Diese wirken sich auf die Farbe der Frucht aus und schützen den Menschen zudem noch vor vielen Schadstoffen.

Die Anwendung der Aronia

Am einfachsten ist wohl die Aufnahme von Saft, dabei sollte man eine allgemeine Empfehlung von bis zu 2 Gläsern je 200 ml pro Tag beachten. Wann man diese zu sich nimmt, spielt dabei keine große Rolle. Wichtig ist jedoch, dass der Saft möglichst vor Licht und zu langer Öffnung geschützt wird. Hierzu eignet es sich also, wenn man ihn in den Kühlschrank stellt und in möglichst binnen weniger Tage verbraucht.

Auch die Beere selbst bietet sich optimal zum Verzehr an, der Geschmack lässt sich dabei als leicht säuerlich, aber sehr frisch bezeichnen und daher bietet die Aroniabeere auch eine optimale Grundlage für etwaige Desserts.

Zusammenfassung der Vorteile von Aronia

  • Positiv in Bezug auf Herz-Kreislauferkrankungen und Infektionen
  • Hilft dabei den Blutdruck zu regulieren
  • Enthält viele Mineralstoffe und Vitamine
  • Hilft auch bei der Entgiftung des Körpers
  • Sowohl als Saft, wie auch als Beere zu nutzen
  • Lecker und für viele Desserts zu nutzen

Das Fazit der Aroniabeere: Wie auch immer man sie bezeichnen möchte, sie ist ein starker Helfer für unseren Körper und das in vielen Bereichen. Sie schützt, sie beugt vor und ist ein toller bzw. leckerer Nahrungsergänzer in unserem täglichen Leben. Die vielen positiven Eigenschaften haben wir bereits hervorgehoben, so dass sie eigentlich schon fast unverzichtbar scheint. Wer sich aber lieber selbst davon überzeugen möchte, der sollte die Frucht, bzw. dessen Saft einfach einmal probieren, denn nur so kann die Aronia auch Sie begeistern. Auf den Punkt gebracht ist sie gesund und lecker.

Borretschöl

Pflanzenherkunft
Ursprünglich stammt die Borretschpflanze aus dem Mittelmeerraum beziehungsweise Kleinasien. Sie ist außerdem unter der Bezeichnung Gurkenkraut oder Gurkenkönig bekannt, was wohl an dem typischen gurkenartigen Geruch liegen kann, welchen die Blätter verströmen. Heute ist die Pflanze auf der ganzen Welt verbreitet.

Geschichte
Viele Mythen und Legenden haben sich im Laufe der Jahre über die Borretschpflanze verbreitet. Angepriesen wird Borretsch als Mittel gegen Melancholie und Depression, welches viele Menschen Unbeschwertheit und Glück beschert haben soll. Hauptsächlich wird die Borretschpflanze in Europa kultiviert und zur Ölgewinnung genutzt.

Herstellung
Zur Blütezeit im Sommer trägt der Borretsch himmelblaue Blütensterne. Blüten und Blätter der Pflanze sind essbar und gelten als sehr wohlschmeckend. Vom Trocknen oder Einfrieren dieser wird jedoch abgeraten. Zur Herstellung des Öls werden aber die Samen verwendet. Dabei gibt es zwei verschiedene Verfahren: Zum einen können die Samen kaltgepresst werden, wobei viele gesunde Inhaltsstoffe erhalten bleiben, oder man stellt das Öl durch Extraktion und anschließende Raffination her. Die erste Variante ist dabei unbedingt zu bevorzugen.

Inhaltsstoffe
Boretsch besteht im Wesentlichen aus Vitamin A, B1, B2, Bausteinen für B17, Vitamin C, Kalzium, Magnesium, Eisen, Natrium, Phosphor, Zink und weiteren wertvollen Mineralstoffen.

Durch eine schonende Extraktion aus den Samen der Borretschpflanze kann man 24 Prozent Gamma-Linolensäure gewinnen. Eine derartig hohe Konzentration kann bei keinem anderen Öl festgestellt werden. Größere Mengen an Gamma-Linolensäure konnten bisher nur in Muttermilch nachgewiesen werden. Menschen sollen aber in jedem Lebensabschnitt diese essentielle Fettsäure zu sich nehmen, da ihm eine ausgleichende Wirkung auf den Stoffwechsel und Unterstützung bei der Entwicklung eines wirksamen Selbstschutzes des Körpers nachgesagt wird. Vor allem Frauen soll dieses Öl bei der Linderung monatlicher Beschwerden helfen.
Neben der sehr wertvollen Gamma-Linolensäure im Öl sind 35 Prozent Linolsäure und 19 Prozent Ölsäure enthalten.

Negative Auswirkungen auf dem menschlichen Organismus kann der Inhaltsstoff Pyrrolizidinalkaloid haben. Bei gelegentlicher Anwendung als Gewürzkraut besteht jedoch keine Gefahr. Eine zu häufige Einnahme kann aber zur Schädigung der Leber beitragen. Die Samen enthalten im Vergleich zu Blättern und Blüten weitaus weniger Pyrrolizidinalkaloide. Borretschsamenöl, welches kaltgepresst wurde, ist sogar frei von diesem gesundheitsschädlichen Stoff.

Verwendung
Borretsch wird innerlich weniger aufgrund seines guten Geschmacks sondern vielmehr zur Behandlung chronischer Hauterkrankungen wie Neurodermitis angewendet. Kräuterbücher empfehlen Borretsch häufig an Getränken, da es unterstützend bei der Reinigung geschädigter Zellen von Schlacken und Giften wirken soll.

Auch bei der äußerlichen Anwendung kann das Öl den Hautstoffwechsel positiv beeinflussen und zu einer besseren Widerstandsfähigkeit der Haut beitragen.

Das Öl wird sehr schnell ranzig und darf daher nicht lange aufbewahrt werden. Fertigpräparate sind in kleinen Kapseln im Handel (Apotheken, Reformhäuser) erhältlich. Das Öl ist gelblich und besitzt einen leicht nussigen Geschmack.

Kaufberatung
Achten Sie beim Kauf darauf, die Herstellerinformation auf dem Produkt zu prüfen und nur zu kaltgepresstem Öl zu greifen. So umgehen Sie die Gefahr einer erhöhten Zufuhr des gesundheitsschädigenden Wirkstoffes Pyrrolizidinalkaloid.

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Quellen:

Ulmer, G.A. (1996). Heilende Öle. Pflanzenöle als Nahrungs- und Heilmittel. Neue Erkenntnisse. Tuningen: Günter Albert Ulmer Verlag.

Braunschweig, R.v. (2007). Pflanzenöle: Qualität, Anwendung und Wirkung (3. überarbeitete Auflage 2010). Wiggensbach: Stadelmann Verlag

Titelbild: katha*rina / photocase.com

Traubenkernöl

Traubenkernöl

Pflanzenherkunft
Das Traubenkernöl wird aus den Kernen der Weinrebengewächse extrahiert. Das wichtigste Anbaugebiet dieser Gewächse ist Frankreich.

Geschichte
Schon im Mittelalter galt das Traubenkernöl als besonders exklusives Öl. Aufgrund seines stolzen Preises konnten es sich nur wohlhabenden Menschen leisten. Es hatte vor allem den Charakter eines „Jungbrunnens“, da die positive Wirkung des Öls bei äußerer und innerer Anwendung bekannt war.

Herstellung
Das Traubenkernöl wird aus den Kernen sonnengereifter Weintrauben gewonnen. Es gehört zu den edelsten und auch zu den teuersten Ölen. Das hängt damit zusammen, dass in den Kernen, aus denen das Öl gewonnen wird, gerade mal 12 bis 16 Prozent Öl enthalten sind. In einem aufwendigen Verfahren werden die Kerne gereinigt und anschließend getrocknet. Während der Kaltpressung verbleiben zusätzlich 10 bis 12 Prozent des Öls im Presskuchen. Um einen Liter Traubenkernöl herzustellen, benötigt man somit in etwa 2000 Kilogramm Weintrauben.

Inhaltsstoffe
Traubenkernöl enthält 70 Prozent Linolsäure sowie 15 bis 20 Prozent Ölsäure. Dem gegenüber kommen jedoch nur wenige Omega-3-Fettsäuren im Öl vor. Als besonderer Gesundheitstipp empfiehlt sich daher die Einnahme in Verbindung mit Leinöl zu gleichen Teilen.

In den Kernen der Weintraube verbergen sich neben Vitaminen und Spurenelementen auch ganz besondere Stoffe, die Procyanidine. Diese kommen als farblose beziehungsweise gelblich gefärbte chemische Verbindungen vor. Diese Vitaminbegleitstoffe sorgen dafür, dass die Wirkung der enthaltenen Vitamine besonders gut vom menschlichen Organismus aufgenommen werden kann.

Neben den bekannten Vitaminen C und E ist Procyanidin außerdem der beste Radikalenfänger, also ein Antioxidans. Diese wirken gegen negative Umwelteinflüsse wie Medikamente, Alkohol und andere Genussmittel. Bei der Einnahme dieser Stoffe entstehen freie Radikale, die körpereigene Zellen angreifen können. Sie werden durch die Antioxidantien unschädlich gemacht, indem diese sie chemisch an sich binden.

Antioxidantien sind vor allem in den Schalen, den Rinden und anderen holzigen Teilen von Pflanzen enthalten. Meist leider in dem Teil, den wir bei der Zubereitung entsorgen. Schlucken wir Traubenkerne, wenn wir die Traube als Ganzes verzehren, dann gelangt der Stoff nur in sehr geringen Mengen durch die Darmwände in unseren Kreislauf, wo er schließlich seine Wirkung entfaltet. Beim Rotwein hingegen, wo die Kerne am Gärungsprozess beteiligt sind, kann dieser Stoff in größeren Mengen in den Kreislauf gelangen. Als Antioxidans ist Procyanidin 20-mal so wirksam wie Vitamin C und sogar 50-mal so stark wie Vitamin E.

Verwendung und Lagerung
Als Delikatesse unter den Feinschmeckern gilt dieses Öl besonders aufgrund seines mostig-traubigen Aromas. Einen intensiveren Geschmack erhält das Öl, wenn es aus den Kernen roter Weintrauben gewonnen wird. Das Öl ist circa ein Jahr haltbar.

Die mehrfach ungesättigten Fettsäuren werden durch die stark antioxidative Wirkung der sekundären Pflanzenstoffe sehr gut zusammen gehalten, sodass das Öl auch zum scharfen Anbraten verwendet werden darf.

Auch in der Kosmetik ist Traubenkernöl sehr beliebt, da es schnell in die Haut eindringt und eine reinigende sowie anregende Wirkung besitzt. Besonders bei Cellulite oder bei trockener Haut sowie Akne wird das Öl häufig angewendet.

Kaufberatung
Wie bereits erwähnt, gehört das Traubenkernöl zu den teuersten unter den Ölen. Nichtsdestotrotz besitzt es viele positive Eigenschaften, welches es einzigartig werden lässt. Achten Sie in jedem Fall darauf, dass Sie ein kaltgepresstes Öl erwerben. Andernfalls gehen durch die Zugabe chemischer Stoffe wichtige Inhaltsstoffe verloren und die Wirkung des Öls wird eingeschränkt.

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Quellen:

Ulmer, G.A. (1996). Heilende Öle. Pflanzenöle als Nahrungs- und Heilmittel. Neue Erkenntnisse. Tuningen: Günter Albert Ulmer Verlag.

Hartmann, M. (2008). Öle: natürlich kaltgepresst. Basiswissen & Rezepte. Weil der Stadt: Walter Hädecke Verlag

Titelbild: carölchen / photocase.com

Schwarzkümmelöl

Pflanzenherkunft
Der Schwarzkümmel ist eine Gewürzpflanze aus der Familie der Hahnenfussgewächse, die bis zu 50 Zentimeter hoch wächst und hellblaue bis weiße Blüten trägt. Die Blätter der Pflanze sind nadelartig. In der Reifezeit entstehen blasenartige Fruchtkapseln, die dunkle Samenkörner beinhalten. Im Zierpflanzenbau spricht man auch häufig von der „Jungfer im Grünen“.

Geschichte
Schon in der Antike war Schwarzkümmelöl als sehr hochwertiges Öl bekannt. So fand man ein Fläschchen des Öls zum Beispiel im Grab des berühmten Pharaos Tutanchamun. Auch der ägyptischen Königin Nofretete soll das Öl als geheimes Kosmetikmittel zu Schönheit und Vitalität verholfen haben. Die Samen des Schwarzkümmels wurden früher häufig auch in Brotteig verwendet. Noch heute ist der Schwarzkümmel besonders im Mittelmeerraum angesiedelt. Auch hierzulande sind die Bedingungen zum Gedeihen der Pflanze optimal. Archivaufzeichnungen belegen, dass zwischen 1900 und 1930 auch in Deutschland 30 Hektar Land zur Ölgewinnung aus Schwarzkümmel genutzt wurden.

Herstellung
Die Samen des Schwarzkümmels werden frisch geerntet. Beim Zerreiben erinnert der Geruch des Schwarzkümmels an das Aroma von Erdbeeren. Mit einem Mähdrescher werden die Samen gegen Ende September geerntet. Pro Hektar können 300 Kilogramm Schwarzkümmelsamen gewonnen werden. Daraus ergibt sich ein Ölertrag von gerade mal 60 bis 80 Litern. Unmittelbar nach der Ernte werden die Samen mithilfe der Kaltpressung weiter verarbeitet.

Inhaltsstoffe
Das Fettsäurenmuster von Schwarzkümmelöl lässt sich mit dem des Sonnenblumenöls vergleichen. Es beinhaltet zu 50 bis 60 Prozent Linolsäure und zu 20 bis 25 Prozent Ölsäure. Die seltene Alpha-Linolensäure ist in diesem Öl immerhin zu einem Prozent enthalten. Das Schwarzkümmelöl besitzt sehr viele Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe. Weiterhin ist der Wirkstoff Nigellon enthalten, welcher eine schleimlösende, gefäßerweiternde Wirkung haben soll.

Riecht man an dem Öl, kann man durchaus die beachtliche Menge an ätherischen Ölen wahrnehmen, welche sich im Öl verbergen. 0,5 bis ein Prozent ätherische Öle schützen das Schwarzkümmelöl davor, schnell ranzig zu werden. Bei kühler und gut verschlossener Lagerung hält sich dieses etwa 1 Jahr.

Durch die Kombination der ätherischen Öle mit dem hohen Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren erhält das Öl immunregulierende Eigenschaften und kann somit bei allgemeiner Abwehrschwäche helfen.

Verwendung
Aufgrund des sehr kräftigen Geschmacks des Öls wird es seltener als Speiseöl angewendet. Ein besonders hoher Stellenwert wird dem Öl allerdings in der Pflanzenheilkunde zugesprochen. Durch den gewöhnungsbedürftigen Geruch des Öls wird empfohlen, dieses für die Hautpflege mit anderen Ölen zu mischen.

Bei innerer Anwendung sollten Sie das Schwarzkümmelöl höchstens 12 bis 16 Wochen einnehmen und anschließend eine Pause einlegen. An Speisen empfiehlt es sich, dass Öl mit anderen wohlschmeckenden Speiseölen oder mit Honig zu kombinieren. Dabei sollte man das Öl immer erst nach dem Garen der Speisen hinzufügen, da es nicht erhitzt werden sollte.

Kaufberatung
Das Schwarzkümmelöl besitzt eine rötliche bis dunkelbraune Färbung. Gewonnen wird es aus den kostbaren Samen des Schwarzkümmels. Achten Sie darauf, nur Öl aus erster Kaltpressung zu kaufen. Häufig ist das Öl nur in Reformhäusern und Apotheken erhältlich. Wichtig ist, dass Sie ein reines Öl kaufen. Besonders bei großen Abfüllungen, welche zu geringen Preisen angeboten werden, bekommen Sie häufig ein Ölgemisch. Gesetzlich ist eine Beimischung von Fremdölen bis zu einem bestimmten Maß erlaubt ohne dass dies explizit vermerkt werden muss. Seien Sie also skeptisch, wenn das Öl besonders günstig angeboten wird.

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Quellen:

Braunschweig, R.v. (2007). Pflanzenöle: Qualität, Anwendung und Wirkung (3. überarbeitete Auflage 2010). Wiggensbach: Stadelmann Verlag

Hartmann, M. (2008). Öle: natürlich kaltgepresst. Basiswissen & Rezepte. Weil der Stadt: Walter Hädecke Verlag

Ulmer, G.A. (1996). Heilende Öle. Pflanzenöle als Nahrungs- und Heilmittel. Neue Erkenntnisse. Tuningen: Günter Albert Ulmer Verlag.

Titelbild: Renate Franke / pixelio.de

Nachtkerzenöl

Pflanzenherkunft
Die krautige Pflanze ist den Nachtkerzengewächsen zugehörig. Die Blüten bestehen aus großen gelblichen Kelchblättern, welche einen intensiven Geruch verbreiten. Vorwiegend in den Abendstunden öffnen sich die Blüten innerhalb weniger Minuten in ihrer vollen Pracht. Bereits am nächsten Mittag sind die meisten Blüten wieder verblüht. Bestäubt werden die Blüten durch Nachtschwärmer, die den Pflanzen auch ihren Namen verleihen.

Geschichte
Beheimatet ist die Nachtkerze ursprünglich in Nordamerika. Dort gibt es mehr als 200 Arten dieses Gewächses. Bereits im 17. Jahrhundert besiedelte die Pflanze auch Europa, wo sie an Böschungen, in Gärten oder auf Ödland wächst. Zunächst nur als Wildpflanze bekannte, lernte man die Nachtkerze im 18. Jahrhundert auch als Küchenpflanze schätzen. Vorerst wurden aber eher die Wurzeln verwendet.

Herstellung
Die etwa 1,50 Meter hoch wachsende Pflanze blüht nur für 24 Stunden. Die Früchte, welche aus den befruchteten Blüten hervorgehen, tragen circa 200 Samen. Diese Samen dienen zur Herstellung des kostbaren Nachtkerzenöls und beinhalten 15 bis 30 Prozent Öl. Für ein Gramm Nachtkerzenöl sind ganze 10.000 Samen notwendig. Die Samen werden gewaschen, getrocknet und dann ausgepresst. Durch die Vermeidung von Wärmezufuhr bleiben alle Inhaltsstoffe im Öl enthalten und machen es zu einem besonders hochwertigen Öl.

Inhaltsstoffe
Das Öl ist eine goldgelbe und klare Substanz. Zusammengesetzt ist das Öl aus 27 Prozent Alpha-Linolsäure, 30 Prozent Beta-Linolsäure, 8 Prozent Gamma-Linolensäure und 24 Prozent Ölsäure. Vor allem der im Vergleich zu anderen Ölen sehr hohe Anteil an Gamma-Linolensäure macht das Öl besonders wertvoll. Für gewöhnlich ist der menschliche Körper dazu in der Lage, selbst Gamma-Linolensäure zu bilden. Es gibt aber auch Menschen, beispielsweise Neurodermitiker, bei denen diese Funktion gestört ist. Gesättigte Fettsäuren sind hingegen nur in sehr geringem Maße in diesem Öl enthalten.

Anwendung und Lagerung
Anwendung findet das Nachtkerzenöl vor allem bei Hautbeschwerden. Bereits nordamerikanische Algonquin-Indianer erkannten die regulierende Wirkung des Öls auf Hauterkrankungen. Eine ähnliche Zusammensetzung wie die des Nachtkerzenöls lässt sich auch bei Borretschsamenöl und Johannisbeersamenöl finden.
Besonders viele wertvolle Inhaltsstoffe soll ein Gemisch aus Nachtkerzenöl, Borretschöl und Vitamin E enthalten.

Durch den starken Eigengeschmack des Öls empfiehlt es sich nicht als alleinige Zugabe an Salaten. Mischen Sie das Öl am Besten mit einem neutraleren Öl, um trotzdem von den wertvollen Inhaltsstoffen des Öls zu profitieren. Es darf dabei unter keinen Umständen erhitzt werden. Der sehr hohe Vitamingehalt und die vielen sekundären Pflanzenstoffe des Öls würden sonst stark beeinträchtigt.

In jedem Fall sollte das Nachtkerzenöl schnellstmöglich aufgebraucht werden. Bewahren Sie das Öl verschlossen an einem kühlen Ort maximal neun Monate auf.

Kaufberatung
Das Nachtkerzenöl weist einen arttypischen, eher gewöhnungsbedürftigen Geschmack auf. Es ist nur für kurze Zeit haltbar und wird daher häufig in kleinen Kapseln angeboten. So kann das wertvolle Öl bestens dosiert werden. Erhältlich sind die Fertigpräparate in Apotheken, Reformhäusern oder Naturkostläden.

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Quellen:

Ulmer, G.A. (1996). Heilende Öle. Pflanzenöle als Nahrungs- und Heilmittel. Neue Erkenntnisse. Tuningen: Günter Albert Ulmer Verlag.

Löw, H. (2003). Pflanzenöle. Anbau und Verarbeitung der gängigen Ölpflanzen. Herstellung von Spezial- und Gewürzölen. Graz: Leopold Stocker Verlag

Hartmann, M. (2008). Öle: Natürlich kaltgepresst. Basiswissen & Rezepte. Weil der Stadt: Walter Hädecke Verlag

Titelbild: Rosel Eckstein / pixelio.de